Viel sprachliche Unterstützung für die Deininger Schüler

Die Grund- und Mittelschule Deiningen erhält heuer Unterstützung durch eine Sprachlotsin

Jeden Montag und Dienstag in diesem Schuljahr hört man in der Deininger Grund- und Mittelschule einen neuen Gruß der Schüler. „Guten Morgen Frau Ludwig“ oder „Wie geht es Ihnen heute Frau Ludwig?“ sind nur einige der freundlichen Schülerfragen an die Sprachlotsin der Schule Frau Margarete Ludwig. Sie ist seit dem Schuljahr 2018/19 fester Bestandteil der Deininger Grund- und Mittelschule. Im September 2015 startete das Projekt Sprachlotse im Landkreis Donau-Ries zum ersten Mal. Ziel dieses Projektes ist es, Kinder mit Migrationshintergrund ohne Deutschkenntnisse schneller in den Regelunterricht zu integrieren. Die Sprachlotsen bieten zusätzlichen Deutschunterricht in Kleingruppen für Kinder mit Migrationshintergrund an. Dies soll den Schülerinnen und Schülern den Schulstart in der Grundschule wie auch den Anschluss an weiterführende Schulen erleichtern oder diese beim Schulabschluss bzw. beim Übergang in einen Beruf unterstützen. In Deiningen sind die Aufgaben für Frau Ludwig sehr unterschiedlich sowie mannigfaltig: vom Grundschüler, der gerade mit seiner Familie erst nach Deutschland gekommen ist und zunächst einmal spielerisch den Umgang mit der deutschen Sprache lernen soll, bis hin zu Schülern der 9. Klasse, die mit ihrer Hilfe auf die QA-Abschlussprüfung im Fach Deutsch vorbereitet werden sollen. Aber auch den Bereich der Projektarbeit deckt Frau Ludwig mit ihrem Fachwissen ab. Im letzten Projekt waren die Schüler von der 1. bis zur 9. Klasse damit beschäftigt, wie sich sprachliche Kompetenzen konkret beim Backen von Krapfen anbringen lassen können. „Dabei mussten die Kinder die einzelnen Arbeitsvorgänge verbalisieren, angefangen von der Rezeptsuche über die Teigherstellung bis zum Backvorgang. Natürlich war am Ende auch die Verköstigung mit dabei“, erläutert Frau Ludwig schmunzelnd. Die Schüler werden wohl für sehr lange Zeit die Fachbegriffe wie „Pfanne“, „einfetten“ oder „backen“ nicht vergessen. So sind letztlich alle in der Deininger Schulfamilie, ob Schulleitung, Lehrer, Eltern und ganz besonders die Kinder überaus froh, dass mit Frau Ludwig eine weitere, kompetente Person an der Schule mithilft, den Schülern sprachlich den Weg zum besseren Verständnis der deutschen Sprache zu ebnen. Trefflich dazu die Aussage eines Grundschülers am letzten Dienstag zur Sprachlotsin: „Schade, dass du nur ein Schuljahr bei uns bist“.

Sprachlotsin 1

Sprachlotsin 2

 Sprachlotsin 3

Ein Projekt des Regionalmanagements Donau-Ries. Das Regionalmanagement wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

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